Frauen kosten Kräutertrunk und Kräuterkuchen



Prinzipien der Permakultur: Lastruperinnen erkunden das Artlanddorf Berge

Einen informativen und unterhaltsamen Nachmittag verbrachte der erweiterte Vorstand des Lastruper Landfrauenvereins jetzt in Berge.

DSC_0021

DSC_0009Gerade auf dem Hof gefahren, wurden die Landfrauen von den Gastgebern Eva und Christoph Otten mit einem Kräutertrunk aus Brennessel, Giersch und Apfelsaft begrüßt. So gestärkt ging es auf Exkursion in den 7000 Quadratmeter großen Naturgarten, der sich möglichst nah an den Prinzipien der Permakultur orientiert. Man lässt, das, was wächst, dort gedeihen, wo es mag und greift nur bedingt in den Kreislauf der Natur ein. Zudem versucht man, den Selbstversorgungsgrad so hoch wie möglich zu halten.

DSC_0008Die Oekotrophologin Eva Otten erkärte die Nutzungsmöglichkeiten und Wirksamkeit von Goldrute, Spitz- und Breitwegerich, Fetthenne, Sanddorn, Waldziest, Gundermann, Mädesüß, Flügelknöterich und Holunder auf anschauliche Weise und wusste die sagenumwobenen Wirkungen effektvoll darzustellen. Immer wieder nahm sie ihre Zuhörerinnen mit in eine mystische Märchen- und Sagenwelt, vor allem beim Gang durch den „Zauberwald“. Es wurden alle Sinne der Besucherinnen gefordert. Ob frische Hopfentriebe als Spargelersatz und Blütenstände des Knöterichs, die nach Champignon schmecken oder die Blütenblätter der Begonie, die eine „zitronige“ Note hinterließen. Und auch die Blüte der Stockrose wurde verkostet, hiermit lassen sich Salate garnieren.

Diese erlebnisreiche Führung schloss mit einer Tee- und Kaffeetafel auf der Diele des historischen Vierständerhauses, wo Kräuterkuchen, verfeinert mit Sanddornguss und Brot mit selbstgemachter Kräuterbutter mundeten.

DSC_0026Der gelernte Diplomtheologe und Landschafts- und Baumschulgärnter Christoph führte die Gruppe anschließend zum Heimathaus in Berge und erläuterte die Geschichte des Ortes mit dem Heuerlingswesen, den Tuchhändlern und der engen Beziehung zu den Niederlanden durch den sogenannten Hollandgang. Zum Abschluß stellte Christop Otten, der ehrenamtliche Vorsitzende des Meyer-Haus-Museum, die dort ausgestellten Exponate vor.