„Auch junge Menschen sollten an die Vorsorgevollmacht denken“, das sagte die Dipl. Gerontologin Erika Rüwe.

Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung auch 2016 aktuell.
Emsteker Landfrauen starten ihr Programm.

IMG_1173Gespickt mit vielen Fallbeispielen aus ihrem Berufsalltag berichtete Frau Rüwe über die Wichtigkeit der Vorsorgevollmacht.

Die meisten Menschen gehen davon aus, dass in Krankheitsfällen automatisch der Ehepartner, Kinder oder andere nahestehende Personen des Erkrankten über die Durchführung oder Unterlassung medizinischer Maßnahmen entscheiden können, wenn sie selbst krankheitsbedingt dazu nicht in der Lage sind.

Doch ohne entsprechende schriftliche Vollmachten können die Angehörigen nicht über erforderliche med. Maßnahmen oder Regelungen mit Ämtern und Behörden entscheiden.

In diesen Fällen muss durch das Betreuungsgericht ein sog. gesetzlicher Betreuer bestellt werden.

Durch das Verfassen einer Vorsorgevollmacht kann eine gesetzliche Betreuung überflüssig werden.

Sinnvollerweise sollte diese Vollmacht um eine Patientenverfügung ergänzt werden. In ihr regelt der Betroffene, welche Maßnahmen er im Falle einer schwerwiegenden Erkrankung für sich wünscht oder ablehnt.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden die Unterschiede zwischen der Patientenverfügung und der Vorsorgevollmacht deutlich dargelegt. Ebenso gab die Gerontologin praktische Tipps worauf bei der Erstellung dieser Papiere zu achten ist.