Lastruper Landfrauen in Dötlingen

Gätnermeister Olaf Schachtschneider (rechts) erläuterte den Lastruper Landfrauen den Staudengarten

Die Landfrauen wurden bei Kaffee und Kuchen überrascht: „Elise Plietsch“ übernahm das Kommando.

Elise Plietsch (alias Dette Zingler)

„Auch Pflanzen werden gemobbt“, hat Gärtnermeister Olaf Schachtschneider festgestellt. Pflanzen mit dem Namen „stinkender Nießwurz“ wolle niemand. Deshalb nannte man sie in „Palmblattnießwurz“ um und schon laufe der Verkauf, erzählte der Dötlinger beim Besuch der Lastuper Landfrauen. Eine Führung der besonderen Art durch Dötlingen mit Landfrau Elise Plietsch und ein Besuch der Staudengärtnerei Schachtschneider waren die Höhepunkte des Ausflugs.

Gerade saßen die Lastruper bei Kaffee und Kuchen im Kläner Hof in Dötlingen, da platzte aus dem Nichts die adrett gekleidete Dötlinger Landfrau „Elise Plietsch“ (alias Dette Zingler) in den Saal und übernahm spontan das Kommando über die Gruppe. Mit dem Bus ging es in den Ortskern von Dötlingen. „Süh, nu geit dat los!“ kündigte Elise den Aufbruch an, nicht ohne zuvor präzise Anweisungen zu geben, welche Regeln in den nächsten zwei Stunden einzuhalten waren. Und dann holte sie ein dickes, gelbes Tau aus ihrer Tasche und drückte es den überraschten Frauen in die Hände. So marschierte die Truppe in Reih und Glied durch den Ort.

Sie ließ die Besucher an Klatsch und Tratsch aus dem Dorf teilhaben, vermittelte aber ebenso wertvolle Fakten über die Geschichte und die kulturelle Entwicklung „ihres Dötlingen“. Auch einige Denkanstöße zu aktuellen Fragen wie Flüchtlingssituation, Vermüllung von Landschaften und Klimawandel wurden von ihrer spitzen Zunge zur Kenntnis gegeben.

„Wer in Dötlingen und Umgebung „Pflanze“ sagt, meint Schachtschneider“, erzählt die Vorsitzende der Lastruper Landfrauen, Anneget Timme. „Die Brüder Jens, Udo und Olaf betreiben eine Staudengärtnerei, eine Baumschule und den Pflanzenhof, eine weithin bekannte Adresse für Gartenpflanzen jeder Art, die überdies aus der Region stammen und an das Klima angepasst sind“, so Timme. Olaf Schachtschneider spüre immer wieder Neuheiten und Raritäten auf und biete diese seinen Kunden an. Schachtschneider führte dann durch sein Pflanzenparadies. Er selber bezeichnet sich als „pflanzenverrückt“. Zurzeit seien der Storchschnabel „Rozanne“, hier wurde die Blütezeit durch Kreuzung früh- und spätblühender Sorten extrem verlängert, und das spanische Gänseblümchen beliebte Staudenarten. Gladiolen und Astern seien enorm out, was auch schon für Hortensien, die jetzt gerade trendy seien, eine Zeit lang galt.

Schachtschneider empfahl, verschiedene Stauden durcheinander zu pflanzen. Und Dahlienknollen bleiben bei ihm ganzjährig im Boden. „Etwas tiefer gepflanzt, mit Laub und Tannenreisig abgedeckt, überstehen sie in der Regel die Winter“, so der Gärtnermeister, in dessen Arboretum unter anderem mehr als 250 unterschiedliche Magnoliensorten wachsen.

Olaf Schachtschneider (rechts) stellt Alterniven zum Buchsbaum vor.

Und „Gärtner“ Schachtschneider berichtet auch über die Enrwicklung einer Norddeutschen Rose namens „Moin moin“, ein typisch norddeutsches Gewächs, das sich als Gastgeschenk aus dieser Region eignet, so die Vorsitzende der Lastruper Landfrauen.

Text: Aloys Landwehr Fotos: Annegret Timme

Ehrenamtliches Engagement „Zeitspender“

Palmstockbasteln mit Bewohnern des St.-Elisabeth-Stift Lastrup

Der Landfrauenverein Lastrup beteiligte sich in diesem Jahr am Ehrenamt im St.-Elisabeth-Stift. Bereits im April kamen Bewohner, Mitarbeiter des Betreuungsteams und nun erstmals Frauen vom Landfrauenverein zum traditionsgemäß stattfindenden Palmstockbasteln zusammen.

Die Buchsbaumsträuße wurden während der Palmweihe geweiht.

Fotos: Marianne Maas

Landfrauen gehen mit Jägern ins Revier

Unter dem Motto „Mit den Jägern ins Revier“ verbringen die Lastruper Landfrauen mit dem Hegering am Samstag, 27. April 2019, einige Stunden in der Natur. Der Spaziergang durch Wald und Flur startet um 14.00 Uhr vom Oldendorfer Spielplatz am Bauckelweg. Die Natur mit den Augen eines Jägers zu betrachten und sich in verschiedenen jagdlichen Disziplinen zu messen – ist das Motto dieses Nachmittags, der mit einem gemütlichen Grillabend ausklingen soll.

Die Kosten für die Mitglieder betragen 15 Euro und für Nichtmitglieder 18 Euro. Den Betrag bitte bis zum 22. April auf das Landfrauenkonto (Volksbank Lastrup IBAN DE51 2806 7257 0012 5490 00) überweisen. Anmeldung von Sonntag, 07. April bis Samstag, 13. April bei Annegret Timme, Telefon 04472/8765. Begrenzte Teilnehmerzahl!

Kino in rustikaler Atmosphäre – Scheunenkino lockte die Besucher

Als wäre es ein richtiges Kino: Im Foyer gab es stimmige Musik, kühle Cocktails und andere Getränke. Eine Popcorn-Maschine verbreitete ihren typischen Duft und lud zum Knabbern ein. Filmplakate, Filmrollen, Zeitschriften und Projektoren vermittelten Kino-Atmosphäre. An Stehtischen standen die Besucher und genossen die Minuten, bevor der Film begann.

Während der Filmvorführung wurden kinotypische Snacks durch die Reihen der Besucher gereicht. Die große Scheune auf dem Hof Schröder in Lastrup war zu einem richtigen Kino umgestylt worden. Wie im richtigen Kino gab es auch beim Scheunenkino einen Vorfilm, der das Löninger Kinomuseum, die „Kinotechnische Sammlung Dr. Heinz Dobelmann“, dessen Entstehung, die aktuelle Ausstellung und Angebote für Besucher und Interessierte beschreibt.

Als Hauptfilm hatten die Landfrauen den französischen Spielfim von 2015, „Birnenkuchen mit Lavendel“ des bekannten Regisseurs Eric Besnard mit Benjamin Lavernhe und Virginie Efira in den Hauptrollen, ausgesucht. Präsentiert wurde dieser vom Mobilen Kino Niedersachsen aus Oldenburg. Dass „Birnenkuchen mit Lavendel“ bis zum Schluss gut unterhält und trotz der sonnendurchfluteten Kulissen („Wunderschöne Landschaftsbilder aus der Provence“, zeigten sich die Besucher begeistert) nie in den Kitsch abdriftet, liegt neben den beiden Hauptfiguren vor allem an der köstlichen Situationskomik. Schüchterne Annäherungen und kleinere Reibereien bilden das Herzstück der Geschichte.

„Durch die gefühlvolle, leise und ruhige musikalische Untermalung in Kombination mit Bildern vom Blütenmeer der Birnenbäume, bunten Sommerblumen, endlosen Lavendelfeldern und luftig lockeren Wolkenformationen am strahlend blauen Himmel entrückt der Film die Zuschauer in eine beinahe märchenhafte Welt. Die Kinobesucher waren begeistert und ließen sich gerne mitnehmen in die se Welt voller Leichtigkeit“,schwärmte die Vorsitzende der Lastruper Landfrauen, Annegret Timme. Denn gerade auch das Thema „Asperger-Syndrom“ wurde hier auf sehr symphatische Art dargestellt, auch wenn der Abend im Scheunenkino, die Kombination von Kino und Scheune, die Location und das passende Drumherum für viele im Mittelpunkt stand. Die Idee der Landfrauen jedenfalls kam bei allen Besuchern gut an.

Text: Aloys Landwehr Fotos: Annegret Timme

Landfrauen sprechen Vorstand Vertrauen aus

Komplette Führungsriege einstimmig wiedergewählt / Veranstaltungen für 2019 geplant

“ Wir garantieren, dass wir weiterhin mit größtmöglichem Einsatz, mit Idealismus und einer großen Portion Begeisterung für euch da sein werden“,versprach Annegret Timme, nachdem sie einstimmig mit ihrem gesamten Vorstandsteam als Vorsitzende der Landfrauen Lastrup für fünf Jahre wiedergewählt worden war. Rund 140 Frauen waren zur mit einem Kohlessen verbundenen Generalversammlung nach Hamstrup in die geschmückte Scheune des Hofes Lübke gekommen.

Für weitere fünf Jahre im Amt: Das Vorstandsteam des LandFrauenvereins Lastrup mit (von links) Maria Lübke, Rita Jakobi, Christa Westerhoff, Annegret Schrand und Annegret Timme. Foto: Aloys Landwehr

In Reimform begrüßte die amtierende Kohlkönigin Birgit Wilken die große Zahl der erschienenen Landfrauen „in ihrem kleinen Reich“. Sie dankte besonders der Familie Lübke und den Hamstruper Landfrauen für die Herrichtung der „Lübke`schen Scheune, die ein schönes Ambiente biete.

Timme blickte auf ein „turbulents Jahr“ mit abwechslungreichen Veranstaltungen zurück. Sie hob dabei besonders den kulinarischen Abend, den Wintergang im Schneegestöber, einen Theaterabend und die Radtour hervor. Leider habe der Kabarett-Abend mit den „Weibsbildern“ mangels Nachfrage ausfallen müssen. Aber auch eine Fahrt nach Meppen, die Drei-Tage-Tour ins Alte Land oder die Fahrt zum Weihnachtsmarkt auf Gut Böckel seien Höhepunkte im Vereinsleben gewesen.

Foto: Julia Osterloh

„Unsere selbstgebackenen Kuchen und Torten erfreuten bei gleich vier Anlässen die Besucher, nämlich beim Jubiläum der Caritas, bei der Kirmis, beim Jubiläum der Feuerwehr und beim Weihnachtsmarkt“, erinnerte Timme, die allen Helfern dafür ihren Dank aussprach. So waren die Zahlen, die Kassenwartin Rita Jakobi präsentierte, durchaus eindrucksvoll, so dass sich die Kassenlage als überaus positiv darstellte. Ein größerer Betrag konnte an die Familie eines erkrankten Kindes gespendet weden.

Neue Bezirksfrauen wurden Rita Kröger (Hammel), die Elisabeth Meyer ablöst, und Nicole Berssenbrügge für Maria Berssenbrügge.

Nach dem erfolgreichen Veranstaltungsauftakt mit der Kirchenkabarettistin Maria Böhmer werden das Scheunenkino im März, eine Fahrradtour, eine Tagesfahrt nach Aurich, u.a. zum ältesten Wirtshaus Deutschlands, eine Fahrt nach Dötlingen zur Ausstellung „Gartenkultur“ und eine zur magischen Nacht „Aqua Luna“ nach Bad Zwischenahn oder der Weihnachstmarkt Höhepunkte des Veranstaltungsjahres 2019 werden.

Benno und Matthias Lübke sowie Matthias Ostendorf unterhielten die Landfrauen beim anschließenden Kohlessen mit plattdeutschen Dönkes, speziell auf Lastruper Landfrauen zugeschnitten. Dafür ernteten sie neben vielen Lachern großen Applaus.

Matthias Ostendorf, Benno Lübke und Matthias Lübke in Aktion (von links). Foto: Julia Osterloh

Mit dem Nachtisch wurde die neue Kohlkönigin Edith Schlangen aus Lastrup ermittelt. Es war die eine, die bei dem Genuß der „Goldenen Kugel“ sitzen blieb, wobei alle anderen Frauen sich wie von selbst zum Applaus von ihren Stühlen erhoben.

Die entscheidende Information befand sich unter der Kugel. Foto: Julia Osterloh
Birgit Wilken gibt das Amt der Kohlkönigin an Edith Schlangen ab. Foto: Julia Osterloh
Hamstruper Männer nach ihrem Arbeitseinsatz bei den Landfrauen. Foto: Julia Osterloh

Text: Aloys Landwehr

Scheunenkino in Lastrup

„Der Film muss sich auf die Socken machen, er muss dorthin, wo die Menschen sind.“ (Alexander Kluge)

Der etwas andere Filmabend. In heimeliger Umgebung einen Film schauen, den uns das Mobile Kino Niedersachsen nach Lastrup bringen wird. Ein kinotypisches Ambiente darf natürlich nicht fehlen.

Mit „Glückauf und Halleluja“ in der St.-Petrus-Kirche

Gelungene Veranstaltung der Lastruper LandFrauen mit der Kabarettistin Ulrike Böhmer alias Erna Schabiewsky

„Ich bin noch nicht mal inner Kirche, da ist der Beifall schon zu Ende“, provozierte Ulrike Böhmer das Publikum zu Beginn ihres Auftritts in der stimmungsvoll illuminierten St.Petrus-Kirche in Lastrup.

Die Kirchenkabarettistin und Theologin trat in ihrer Paraderolle „Erna Schabiewsky“ das erste Mal in Lastrup auf. 180 Besucher wollten sich ihr Programm „Glückauf und Halleluja“ nicht entgehen lassen. Schon mit ihrer Mimik und ihrem Auftreten im roten Kostüm mit kariertem Hut und Handtasche brachte Erna Schabiewsky das Publikum von Anfang an zum Lachen und zu andauerndem Schmunzeln.

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„Running Dinner“

 

Zum „Running Dinner“ hatte der Vorstand des Lastruper LandFrauenVereins alle Bezirksfrauen und zwei ausscheidende Bezirksfrauen eingeladen.  Zum „Running Dinner“ kamen die Frauen mit dem Fahrrad, so dass man es zum „Cycling Dinner“ umtaufte.

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